Value Management / Wertanalyse im Verwaltungsbereich und bei Dienstleistungsobjekten

Anwendungsbereiche des Value Management

Value Management hat sich als Verhaltensweise, Führungsstil und methodisches Vorgehenskonzept entwickelt. Value Management ist besonders geeignet, Menschen zu motilvieren, Fähigkeiten zu entwickeln und Synergien und/oder Innovation zu fördern.

Ganzheitliches, methodisches Handeln wird hierbei zum Optimieren und Neugestalten von Strukturen, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen eingesetzt. Die erzielte Wertschöpfung wird mit betriebs-wirtschaftlichen Methoden und Kennzahlen gemessen.

Deshalb kann Value Management auch in so unterschiedlichen Organisationen wie z. B. Versicherungen, Banken, produzierenden Betrieben, Verwaltungen & Behörden, Dienstleistungsunternehmen, etc. erfolgreich eingesetzt werden. Da Value Management branchen- und anwendungsneutral ist, kann Value Management losgelöst von der Produktbetrachtung auch andere Aufgaben angehen. Solche Aufgaben können im Gemeinkostenbereich liegen, z. B. Optimierung von Arbeitsabläufen, Durchlaufzeitminimierung von Aufträgen, Aufbau oder Veränderungen von Organisationen, Informationsflussgestaltungen, Lager- und Transportprobleme, o. ä..

System Value Management

[BAHNSEN VALUE MANAGEMENT GMBH: Anwendungsbereiche des Value Management]

 

Probleme der Erfassung von immateriellen Objekten

Aus der Aufgabenstellung für derartige Value Management-Studien mit der Bezeichnung "Arbeitsablauf" ergeben sich erste Schwierigkeiten, da das Objekt nicht geometrisch oder materiell erfassbar, einfach zu beschreiben und somit nicht schnell bewertbar ist. Es stehen jedoch Hilfsmittel, wie Netzpläne, Flussdiagramme und dergleichen zur Verfügung, die sehr komplizierte und mehrfach ineinander greifende Arbeitsabläufe präzise zu erfassen in der Lage sind. Damit wird es möglich, auch derartige Vorgänge präzise zu beschreiben und ausreichend genaue Kostenangaben zu ermitteln.

Die Ziele bei Dienstleistungsobjekten zu quantifizieren bereitet bei Value Management einige Schwierigkeiten. Hier bestehen Unsicherheiten, den Arbeitsabläufen im Gemeinkostenbereich vorab einen genauen Kostenwert zuzuordnen. Erfahrungswerte und brauchbare Vergleichskosten liegen nicht in gleichem Umfang, wie im technischen Bereich vor. Ein Hilfsmittel bei der Quantifizierung der Ziele besteht in prozentualen Angaben des Soll-Zustandes gegenüber dem Ist-Zustand. Gleichzeitig sollte damit jedoch die Aufgabe genau abgegrenzt werden, um die einzubeziehenden und auszuklammernden Teilbereiche zu erfassen.

Die Bezeichnung der einzelnen Tätigkeiten bei der Funktionenanalyse ist nur in seltenen Fällen identisch mit den zugehörigen Funktionen. Das bedeutet, dass die Funktionen immer neu formuliert werden müssen. In der Arbeitsgruppe stellt das Abschätzen der Funktionskosten keine unüberwindbare Schwierigkeit dar.

Erfahrungen im Anwendungsbereich "Dienstleistung" der Wertanalyse zeigen folgende Vorteile [Oehm, O.: Wertanalyse-Grundseminar]:

  • Das methodische Bestimmen der Soll-Funktionen bringt keine Schwierigkeiten und erleichtert Aufgabenstellung und Erkennen der Aufgabe.
  • Innerbetriebliche Stellenpolitik wird aus den Untersuchungen automatisch ausgeklammert, da eine Orientierung der Zielvorgabe und die Suche nach neuen Lösungen an den Funktionen der jeweiligen Teilaufgaben erfolgt.
  • Eine Verwirklichung vorgeschlagener Lösungen ist im Allgemeinen wesentlich einfacher als bei Wertanalysen an Produkten durchzuführen. Probleme der "Lebensdauer", umfangreichere Entwicklungsvorbereitungen und dergleichen sind kaum von Bedeutung. Die Vorbereitungen für die Verwirklichung der neuen Lösung halten sich ebenfalls in überschaubarem Rahmen.