Administrative Wertanalyse / Value Management - 2

Schließlich ist mit vergleichsweise gravierenden Akzeptanzproblemen der AWA im Verwaltungsbereich zu rechnen, weil mit ihrem Einsatz häufig Verhaltensänderungen bei den dort tätigen Arbeitnehmern angestrebt werden.

Diese Akzeptanzprobleme können mit Hilfe der Methode der OE minimiert werden.

Gemeinkostensenkung durch die AWA nach VDI-Richtlinie2800

Bei der AWA handelt es sich um eine wirtschaftliche, praxisgerechte und effiziente Problemlösungsmethode, deren Anwendung auch bei nicht technischen Objekten, wie z. B. bei Verwaltungsaufgaben und Dienst-leistungen erfolgversprechend erscheint.

Für den Erfolg einer gemeinkostenorientierten AWA ist jedoch die vorzeitige Abwicklung der vorbereitenden Maßnahmen von besonderer Bedeutung. Zu diesen Maßnahmen gehören: [Jehle, E.: Gemeinkosten-Management]

- die Auswahl des AWA-Projektes,

- die Definition der Aufgabenstellung,

- die Festlegung eines quantifizierten Ziels und der Projektdauer,

- das Bilden der Arbeitsgruppe,

- die Schulung der AWA-Beteiligten und

- das Abschätzen des AWA-Aufwandes.

Unter Berücksichtigung verschiedener Auswahlkriterien sind vom Projektträger die Überarbeitung der Aufbau- und Ablauforganisation zur weiteren Verbesserung des Gemeinkostenbereichs als AWA-Objekt auszuwählen.

Als quantifizierte Zielvorgabe kann vom Projektträger eine Kostensenkung in Höhe von 10% - 20% der beeinflussbaren Gemeinkosten anvisiert und dem AWA-Team als Grobziel seiner Anstrengungen vorgegeben werden. Hierbei kann von der Annahme ausgegangen werden, dass mit Wertanalysen an nicht gegenständlichen Objekten ähnlich hohe Erfolgsziffern zu erzielen sind, wie an technischen Objekten.

Als Projektdauer können vom Projektträger bis zur Präsentation der Ergebnisse ca. 20 bis 30 Wochen mit 10 bis 20 ganztägigen Sitzungen veranschlagt werden. Technische Wertanalyse-Objekte werden im Mittel in 6-10 Sitzungen im Verlauf von 4 bis 6 Monaten durchgeführt. Dieser Mittelwert ist jedoch abhängig von der Größe und der Dringlichkeitsstufe eines Wertanalyse-Objektes. Je nach Bedarf sollten nach der Präsentation der Lösungs-vorschläge durch das Wertanalyse-Team mögliche weitere Sitzungen durchgeführt werden, um Fragen bezüglich der Realisierung zu diskutieren. Bei der Bildung der Arbeitsgruppe kann eine hierarchisch heterogene Zusammensetzung des Teams von Vorteil sein.

Handelt es sich bei dem ins Auge gefassten Projekt um die Einführung der Wertanalyse in den Gemeinkostenbereich, so können bei nicht vorhandenen eigenen Wertanalyse-Fachkräften externe Berater als WA-Moderatoren hinzu-gezogen werden. Diese können im Rahmen eines ein- oder zweitägigen Schulungsseminars die an der Wertanalyse beteiligten Arbeitnehmer auf die AWA vorbereiten.

Die Kosten für die Durchführung eines solchen AWA-Projektes sind ex ante einzuplanen - inklusive möglicher externer Wertanalyse-Moderatorkosten.

Handlungsempfehlungen zur AWA

Folgende Handlungsempfehlungen für den Aufbau und die Durchführung von gemeinkostenorientierten Kostensenkungsprogrammen mit Hilfe der AWA sind zu beachten: [Jehle, E.: Gemeinkosten-Management]

  1.

Wegen der Komplexität und der Nichtgegenständlichkeit von AWA-Objekten müssen die Projektauswahl und die Prioritätenfestlegung sorgfältiger vorbereitet werden als bei technischen Objekten.

  2.

Die Operationalisierung der Ziele von AWA-Projekten stellt sich häufig als eine recht komplexe und schwierige Aufgabe dar. Deshalb empfiehlt es sich, die Aufgabe der Zielformulierung einer eigens dafür geschaffenen Arbeitsgruppe zu übertragen. Die Mitglieder dieser Gruppe können später den Kern des AWA-Teams bilden. Wird auf die Bildung einer derartigen Gruppe verzichtet und die Festlegung des AWA-Zieles dem eigentlichen AWA-Team übertragen, so kann dieser Schritt abweichend vom DIN-Arbeitsplan erst nach Verwirklichung der Grundschritte 1 und 2 erfolgen. Im Rahmen von an Gemeinkosten orientierten Wertanalysen erscheint es erst nach einer intensiven Durchleuchtung des Ist-Zustandes des ins Auge gefassten AWA-Objektes möglich, eine hinreichend exakte, verbindliche, erreichbare und damit motivierende Zielvorgabe zu bilden.

  3.

In Unternehmen mit geringer Wertanalyse-Erfahrung erscheint es im Hinblick auf die Anwendung der Methode im Gemeinkostenbereich zweckmäßig, zunächst probeweise ein Pilotprojekt mit einem geeigneten Wertanalyse-Moderator durchzuführen.

Ziel eines solchen Pilotprojektes ist es, den Erfolg der AWA in diesem Handlungsbereich nachzu-weisen. Die am Projekt beteiligten Personen sind in dieser Methode vertiefend zu schulen sowie deren Bereitschaft zur AWA-Arbeit bei allen anderen Stellen des Unternehmens zu verstärken. Der Nutzen derartiger Pilotprojekte steigt, wenn die gewonnenen Einsichten und Lösungsvorschläge direkt oder indirekt von anderen ähnlich strukturierten Unternehmenseinheiten übernommen werden können.

  4.

Es kann sich im Rahmen eines Projektes auch als sinnvoll erweisen, dem externen Wertanalyse-Moderator einen weitgehend freigestellten, internen Wertanalyse-Koordinator zur Unterstützung zuzuordnen. Dessen Aufgabengebiet kann sich von der Übernahme von Hilfsdiensten, wie Abstimmung von Terminen, Besorgung von Arbeitsräumen und Hilfsmitteln, Erstellen von Sitzungsprotokollen und ähnlichem, bis zur Funktion eines eigenen Projektmanagers erstrecken.

  5.

Was die Anwendung der VDI-Richtlinie 2800 im Gemeinkostenbereich von Unternehmen angeht, so empfiehlt sich eine teilweise Abkehr von dem relativ starren wertanalytischen Phasenschema zu-gunsten einer flexibleren Anwendung dieser Methode. Allerdings darf die Abweichung von der wertana-lytischen Norm nicht zu weit getrieben werden: "Wenn bei einer Projektbearbeitung die wichtigsten AWA-Grundschritte nicht mehr erkennbar sind und wenn z. B. die Beschreibung des Ist-Zustandes mit Ideenfindung und sofortiger Ideenauswahl vermischt wird, handelt es sich nicht mehr um eine AWA".

  6.

Beim Einsatz der AWA ist weiterhin ein schnellstmöglicher Ausweis von Teilergebnissen vor dem Kreis der Auftraggeber ratsam, um diese für die AWA-Projekte zu gewinnen und um ihnen die Möglichkeit zu Zwischenkontrollen in Lenkungsausschüssen einzuräumen. Andererseits kann das Projektteam durch Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Kreis der Teilnehmer an dieser vorläufigen Präsentation wertvolle Anregungen für weitere Arbeiten gewinnen. Die vorläufige Präsentation der AWA-Ergebnisse entbindet das AWA-Team nicht von der Pflicht, eine Präsentation der Endergebnisse durchzuführen und/oder einen schriftlichen Abschlussbericht zu erstellen. Diese(-r) Präsentation (Abschlussbericht) muss alle für die Entscheidung und Realisierung relevanten Aspekte in kurzer und übersichtlicher Form beinhalten.

  7.

In der wertanalytischen Literatur wird immer wieder betont, dass sich ein AWA-Team im Interesse einer hohen Effizienz der wertanalytischen Arbeit aus Mitgliedern der gleichen hierarchischen Ebene des Unternehmens zusammensetzen soll. Es kann sich aber ebenfalls als sehr zweckmäßig erweisen, wenn sich das AWA-Team aus hierarchisch heterogenen Ebenen zusammensetzt, weil auf diese Weise eine optimale Informationsversorgung des AWA-Teams, bestmögliches Fachwissen und überdurchschnittliches Engagement zusammenfinden können.

  8.

Die Benennung und Gewinnung von sporadischen Team-Mitgliedern im Rahmen der Projekt-vorbereitung, also von Personen, die aufgrund ihres spezifischen Fachwissens bei Bedarf zur AWA-Arbeit herangezogen werden können, ist eine sinnvolle Strategie. Dieser Personenkreis kann sich somit frühzeitig mit den AWA-Gedanken vertraut machen und an entsprechenden Schulungen teilnehmen.

  9.

AWA-Ergebnisse finden beim Auftraggeber nicht immer die ihnen zukommende Resonanz, weil sie vom Arbeitsteam nicht gut "verkauft" worden sind. Es empfiehlt sich deshalb, die Präsentation der wertanalytischen Ergebnisse stets mit einem schlagkräftigen Ideenmarketing zu verbinden.

10.

In einem bestimmten Unternehmensbereich können gleichzeitig mehrere Rationalisierungsprogramme unabhängig voneinander durchgeführt werden, obwohl zwischen diesen mehr oder weniger enge sachliche Berührungspunkte bestehen. Von einer besseren Abstimmung der verschiedenen Programme im Hinblick auf Ziele, Methoden, Hilfsmittel und Ergebnisse könnte die Effizienz aller Projekte profitieren.

11.

Für eine effiziente Anwendung der AWA ist es besonders wichtig, dass die hierbei häufig auftretenden Akzeptanzprobleme seitens der Beteiligten und Betroffenen einer befriedigenden Lösung zugeführt werden. Allzu oft wird dieses Erfordernis in ungenügendem Maße beachtet oder als vernachlässigbare Nebensache behandelt. Da die Akzeptanz der AWA  - und der mit ihrer Hilfe gewonnen Ergebnisse - als eine besonders wichtige Voraussetzung für den Erfolg jeder Rationalisierungsmethode erachtet wird, gilt der Behandlung des Problemkomplexes im Rahmen der Folgeprojekte besondere Aufmerksamkeit.

Wertanalyse an Kommunikations- und Informationsflüssen

Der Einsatz der Wertanalyse an Kommunikations- und Informationsflüssen wird KIWA genannt. Ziel der KIWA Aktivitäten kann die Reduzierung der Durchlaufzeit und die Verringerung des Informationsaufwandes sein. Der Informationsaufwand kann durch Entfall von Tätigkeiten verringert werden.

In einem KIWA-Projekt sollten folgende Kernfragen gestellt werden: [Gierse et. al.: Wertanalyse, Idee-Methode-System]

- Ist die Information erforderlich?

- Wie kann die Durchlaufzeit von Informationen beschleunigt werden?

-  Wie sind Wartezeiten vermeidbar?

-  Sind parallele Tätigkeiten möglich?

-  Können Medienbrüche verhindert werden?

KIWA setzt auf der Systematik der Wertanalyse auf. Zusätzlich werden fallweise Planungsinstrumente eingesetzt.

Wertanalyse - KIWA Werkzeuge

[Gierse et. al.: Wertanalyse, Idee-Methode-System]

Zu beachten ist die exakte Abgrenzung des Untersuchungsrahmens. Hierbei ist zu beachten, dass

- das zu lösende Problem tatsächlich im Planungsfeld liegt,

- das Planungsfeld genügend Potenzial für die Realisierung des Projektzieles hat und

- das Planungsfeld in ein inneres und äußeres Planungsfeld gegliedert sowie in ein Planungsumfeld integriert wird. [Gierse et. al.: Wertanalyse, Idee-Methode-System]

 

Kritische Würdigung der OVA, des ZBB und der AWA

Der vermehrte Einsatz der OVA und der ZBB-Analyse in der Wirtschaft erweckt allzu leicht Assoziationen zu dem mit einem negativen Wertakzent versehenen Begriff der "Wegrationalisierung". Im Interesse des Abbaus von Widerstand in der Öffentlichkeit wäre deshalb "weicheren" Rationalisierungsmethoden der Vorzug einzuräumen.

Der Einsatz der OVA hat i. d. R. tiefe Einschnitte in der Organisation zur Folge, weil sie wesentlich auf die Lösung krisenhafter Entwicklungen im Unternehmen und auf eine schnelle Verbesserung der Ertragslage ausgelegt ist. Deshalb ist bei ihrer Anwendung mit Widerstand und Unruhen seitens der Betroffenen zu rechnen.

Aus verschiedenen Erfahrungsberichten über den Einsatz von ZBB ist bekannt, dass die Durchführung dieser Methode in der Regel mit vergleichsweise hohen Kosten [Jehle, E.: Gemeinkosten-Management] verbunden ist. Neben diesen Durchführungskosten des ZBB-Prozesses fallen in der Regel auch noch beträchtliche Folgekosten an, insbesondere Kontroll- und Evaluierungskosten sowie Kosten durch Freisetzung von Mitarbeitern.

Die Durchführung der ZBB-Analyse im Verwaltungsbereich stellt weiterhin hohe Anforderungen an die Aufbau- und Ablauforganisation eines Unternehmens. Ihr Einsatz dürfte deshalb für kleinere und mittlere Betriebe nur bedingt geeignet sein. Wie Erfahrungen mit ZBB deutlich machen, ist dieser Methode aufgrund der in ihr ange­legten Tendenz zu mehr oder weniger radikalen Veränderungen ein vergleichsweise hohes Widerstandspotenzial seitens der Betroffenen inhärent, dass diese in hohem Maße zu betrieblichen Unruhen und dysfunktionalen Verhaltensweisen motiviert. So wurde auch bei der Anwendung von ZBB in Privatwirt-schaften nicht selten eine taktische Reihung der Entscheidungspakete beobachtet. Unternehmenspolitisch gefährdete Maßnahmen erhielten höhere Ränge als verdient, während Programme mit unternehmens-politisch hoher Relevanz niederen Listenplätzen zugeordnet wurden. Es wird davon ausgegangen, dass diese wegen ihrer allgemein akzeptierten Priorität trotzdem finanziert werden. Ein derartiges Verhalten der Führungskräfte widerspricht der Forderung nach allokativer Effizienz.

Die genannten Nachteile der OVA und der ZBB-Analyse lassen eine Anwendung dieser Methoden nur bei einer krisenhaften Entwicklung des Unternehmens sinnvoll und erfolgversprechend erscheinen. Aber auch bei normalem Geschäftsverlauf sollte eine Unternehmung ihr Rationalisierungspotential im Verwaltungsbereich aufspüren und zu Effizienzsteigerungen ausnützen. Hier kann die AWA wertvolle Hilfe leisten. Dieses Verfahren ist als Instrument zur Kostensenkung und Wertsteigerung im Verwaltungsbereich jederzeit einsetzbar. Ihre Anwendung verspricht Erfolg und eine vergleichsweise hohe Akzeptanz bei den Betroffenen und in der Öffentlichkeit.

Alle drei genannten Verfahren sehen ihre Zielsetzung in einer Effizienzsteigerung im Gemeinkosten- bzw. Verwaltungsbereich von Unternehmen. Ihre Ziele sind: [Jehle, E.: Gemeinkosten-Management]

 1.

Der Gemeinkostenbereich von Unternehmen, ist als ein kostenmäßig weitgehend gestaltbarer Handlungsbereich zu betrachten.

 2.

Die Befürworter der genannten Methoden vermuten im Gemeinkostenbereich technische und allokative Ineffizienzen in beträchtlichem Umfang.

 3.

Die traditionelle Budgetierung im Gemeinkostenbereich orientiert sich i. d. R. an Vergangenheits-werten. Das hat zur Folge, dass alte Aufgaben praktisch nicht zur Disposition gestellt werden. Um diese Entwicklung im Gemeinkostensektor zu vermeiden, sehen die hier ins Auge gefassten Verfahren des Gemeinkosten-Managements eine Überprüfung auch der bisherigen Gemeinkostenleistungen vor.

 4.

Die Verbesserung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Gemeinkostenleistungen steht im Mittelpunkt der analysierten Techniken zur Effizienzsteigerung, wobei auch höhere Kosten in Kauf genommen werden, wenn diese durch einen entsprechenden Mehrnutzen (Wertsteigerung) überkompensiert werden. Bei der OVA ist hingegen dieses Kostenverständnis weniger stark ausgeprägt, weil beim Einsatz dieser Methode eindeutig das Einsparungsziel dominiert.

 5.

Im Mittelpunkt der hier analysierten Verfahren steht die Suche und die Elimination unnötiger Funktionen von Gemeinkostenleistungen sowie das Generieren neuer Ideen zu rationellen Abwicklungen der bereitzustellenden Aktivitäten und Funktionen. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass die funktionale Vorgehensweise und das Generieren neuartiger Ideen nur im Rahmen der AWA nach VDI-Richtlinie 2800 systematisch erfasst wird.

 6.

Die genannten Verfahren zur Effizienzsteigerung im Gemeinkosten- bzw. Verwaltungsbereich von Unternehmen unterscheiden sich von der herkömmlichen Budgetierung durch ihre Outputorientierung. Die Effizienz einer bestimmten Verwaltungsleistung wird an ihrem angestrebten Ziel gemessen.

Die hier aufgezeigten Gedanken der OVA, der ZBB-Methode und der AWA machen deutlich, dass diese Verfahren Gemeinsamkeiten aufweisen. Dennoch sollen einige Unterschiede zwischen diesen Verfahren herausgestellt werden: [Jehle, E.: Gemeinkosten-Management]

1.

Schwerpunkt der OVA und der AWA bildet die Verbesserung der technischen Effizienz von Verwaltungstätigkeiten, während im Rahmen von Anwendungen der ZBB-Analyse die Erhöhung der allokativen Effizienz von Verwaltungsleistungen im Vordergrund des Interesses steht.

2.

Bei der Durchführung der OVA und der ZBB-Analyse werden die Führungskräfte des Unternehmens durch das Aktionsprogrammziel stärker in Anspruch genommen als beim Einsatz der AWA, bei der sich die Arbeit auf das WA-Team konzentriert.

3.

Die OVA und die AWA beziehen sich in der Regel auf Teilbereiche der Verwaltung, während mit der ZBB-Technik häufig eine Reallokation der Ressourcen im Hinblick auf den gesamten Verwaltungs-bereich angestrebt wird.

4.

Die Verfahrensvorschriften der OVA und der ZBB-Analyse sind z. T. sehr rigide formuliert und auf eine mehr oder weniger radikale Veränderung der bestehenden Strukturen und Abläufe im Verwaltungs-bereich ausgelegt. Diese Zielrichtung kommt vor allem im System der abgestuften Leistungserfüllung zum Ausdruck, das für beide Verfahren kennzeichnend ist. Allerdings sind im Rahmen der Durchführung der OVA keine höheren Leistungsniveaus vorgesehen. Demgegenüber sind in der AWA deutliche Züge einer Stückwerktechnologie erkennbar, d. h. mit ihrem Einsatz werden Veränderungen in der Unternehmung von mittlerer Reichweite angestrebt.

5.

Als Schwerpunkt der AWA lässt sich das Bemühen um wertsteigernde, innovative Veränderungen in den Strukturen und Prozessen des Gemeinkostensektors herausstellen. Bei der OVA und der ZBB-Analyse überwiegen hingegen Anstrengungen um Kosteneinsparungen durch eine rationellere Abwicklung von Verwaltungstätigkeiten und/oder durch eine Senkung des Leistungsniveaus.