Einführung in die Businessetikette

Gute Umgangsformen liegen im Trend. Im In- und Ausland boomen Seminare zum Thema Etikette. Das Thema Benimm erlebt eine Renaissance. Ganz gleich ob beruflich oder privat, gute Umgangsformen sind wieder gefragt. Was sind aber die entscheidenden Faktoren, die gutes Benehmen ausmachen? In diesem Seminar wird diese Frage erörtert und die wichtigsten Kriterien für gute Umgangsformen herausgearbeitet.

Gibt es feste Benimmregeln?

1788 erschien das Werk „Über den Umgang mit Menschen“ von Adolph Freiherr von Knigge, kurz "Knigge" genannt. Seine durchdachten und weltkundigen Erläuterungen können sehr wohl als angewandte Soziologie gewürdigt werden. Irrtümlicherweise wird sein Werk noch heute als reines Benimmbuch missverstanden.

Um es vorweg zu nehmen: Es gibt kein Regelwerk, das richtige und falsche Verhaltens-weisen in jeder Situation aufzeigt. Auch sollte sich keiner gezwungen sehen, einen Teil der Persönlichkeit zugunsten wohlgemeinter Benimmregeln aufzugeben.

Sie werden nur dann mit ihren Umgangsformen glaubwürdig erscheinen, wenn sie sich ihre eigene Identität bewahren. Die vorgestellten Benimmregeln sind daher nicht als Vorschriften sondern vielmehr als Empfehlungen für den besseren Umgang mit Mitmenschen zu verstehen.

Wir möchten sie motivieren, ein eigenes Gespür für das jeweils richtige Verhalten in unter-schiedlichen Situationen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht der geschäftliche Alltag und wie sie als Geschäftsfrau oder Geschäftsmann einen positiven Gesamteindruck vermitteln. Die private Kommunikation wird hier nicht gesondert behandelt.

Kommunikation als Teil Ihrer Arbeit

Ein Teil ihrer Arbeit ist die Kommunikation mit anderen Menschen. Sie arbeiten mit Kollegen und Vorgesetzten, sie treffen Kunden oder Lieferanten. Sie führen nicht alle Gespräche persönlich, sondern bedienen sich moderner Kommunikationsformen. Sie nutzen Telefon oder Handy, Fax, Internet und E-Mail. Wenn nötig, schreiben Sie einen Brief und versenden Ihn per Post. Sie begegnen Menschen im In- und Ausland, suchen fremde Unternehmen auf, gehen mit Geschäftspartnern in Restaurants oder besuchen Veranstaltungen, wie Seminare oder Vorträge. Das sind Gelegenheiten, bei denen es auf gute Umgangsformen ankommt.

Mit guten Umgangsformen werden sie angenehm auffallen. Vorgesetzte und Geschäftspartner werden erkennen, dass sie Stil haben. Wer heute die Spielregeln der modernen Etikette beherrscht, kann einen Wettbewerbsvorteil für sich und das eigene Unternehmen verbuchen. Mitarbeiter mit guten Umgangsformen sind ein Aushängeschild für das Unternehmen. Unternehmen, die gutes Benehmen ihrer Mitarbeiter fördern, profitieren von der positiven Werbewirkung.

In einer US-amerikanischen Studie wurde festgestellt, dass unser Eindruck auf andere Menschen nur zu 7% von dem abhängt, was wir sagen. Zu 55% hängt dieser Eindruck von unserem Aussehen und Verhalten ab und zu 38% von dem, wie wir etwas sagen. Wir müssen uns daher vor allem mit den Faktoren beschäftigen, die unser Aussehen, unser Verhalten und unsere Kommunikationsfähigkeit bestimmen. Hierzu zählen in erster Linie:

  • das Erscheinungsbild allgemein (Kleidung, Aussehen)
  • Körpersprache (Kinesik)
  • Sprache
  • der Umgang mit Visitenkarten, auch elektronischen
  • das Verhalten am Telefon
  • der Umgang mit dem Handy
  • Briefwechsel
  • Netikette (Internet und E-Mails)

Moderne Benimmregeln

Beachten Sie auch, dass Umgangsformen stets im Wandel begriffen sind. Was gestern noch erlaubt und geboten war könnte heute schon als veraltet gelten. Wir bringen Sie auf den neuesten Stand.