Gestik und Mimik

Zwischen den Kulturen herrschen auch große Unterschiede in der Körpersprache. Wollen Sie Mimik und Gestik ihres Gegenübers verstehen, dann müssen sie sich mit der jeweiligen Kultur ihres Geschäftspartners befassen. Andernfalls könnten Sie aus dem Gesichtsausdruck und den Gesten möglicherweise die falschen Schlüsse ziehen.

Lachen

Das Lachen ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Mimik international betrachtet eine große Bandbreite kultureller Deutungen zulässt. In Asien gilt das offene laute Lachen und das Zeigen der Zähne als unanständig. Frauen in asiatischen Ländern halten deshalb die Hand vor den Mund, wenn sie lachen. Asiaten lachen insbesondere aus Verlegenheit.

Blick und Blickkontakt

Der Blickkontakt ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der zur nonverbalen Kommunikation und der Proxemik gehört. In Deutschland ist der Blickkontakt schon beim Handschlag und das Halten des Blickkontakts während des Gesprächs sehr wichtig. Er ist ein Ausdruck von Offenheit gegenüber dem Gesprächspartner und von Interesse. "Wer uns keines Blickes würdigt", dem können wir schwer trauen.

Dagegen ist in Japan der Blickkontakt schon bei der Begrüßung weniger wichtig, denn traditionell verbeugt sich ein Japaner. Gleiches gilt für den Inder, der sich ebenfalls aus Tradition leicht nach vorne beugt und die Hände dabei vor dem Gesicht offen aufeinander legt. Der Blick geht dabei zu Boden, aus Respekt gegenüber dem Gast.

Vorsicht Falle! Mangelnder Blickkontakt, den wir gelegentlich im Ausland erleben und der uns im Gespräch irritiert, wird vielfach fälschlicherweise als mangelndes Interesse des Gesprächspartners gedeutet. Unsere Erwartungshaltung müssen wir insoweit korrigieren und beachten, dass dieser meistens für Achtung und Respekt gegenüber dem Gesprächspartner steht.

Redegesten

Es gibt weitere Beispiele. Auch die Zulässigkeit von Redegesten ist kulturell sehr unterschiedlich. Was manche Asiaten als unkontrolliertes Gefuchtel empfinden, können Lateinamerikaner als Ausdruck eines feurigen Redners schätzen. Achten sie bei eindeutigen Gesten darauf, dass die Interpretation international nicht immer mit der nationalen übereinstimmt und sogar konträr sein kann.

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