Small-Talk

Wer die Kunst des kleinen Gesprächs beherrscht, hat beruflich mehr Erfolg! Egal, ob Sie in Deutschland oder im Ausland zu einem geschäftlichen Empfang geladen sind. Sie sollten die wichtigsten Regeln des Small-Talk beherrschen. Dabei handelt es sich beim Small-Talk um eine einleitende und lockere Gesprächsführung. Sie dient nach der Begrüßung zunächst dem gegenseitigen Kennen lernen und dem Austausch von Höflichkeiten. Welchen kulturellen Stellenwert ein Small-Talk hat und welche Themen dabei erlaubt sind, hängt ganz vom jeweiligen Kulturkreis ab.

 Wie beginne ich einen Small-Talk?

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, um ins Gespräch zu kommen. Am besten eignen sich offene Fragen (W-Fragen). Auf eine offene Frage kann ihr Gesprächspartner nicht direkt mit "Ja" oder "Nein" antworten. Bspw.: "Wie war ihr Flug?" "Mit welcher Fluggesellschaft sind sie geflogen? "Warum ... ?", also alle Fragen, die mit "Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum" beginnen. Sie veranlassen ihren Gesprächspartner auf diese Weise, inhaltlich zur Frage Stellung zu nehmen und sie können sich auf die Rolle des freundlichen Zuhörers zurückziehen. Darüber hinaus behalten Sie die Gesprächsführung in der Hand und sie können das Gespräch in die gewünschte Bahn lenken. Natürlich sollten Sie daraus keine Quiz-Sendung machen, sondern auch höflich eigenen Input leisten. Greifen Sie die Antworten ihres Gesprächspartners auf und erwidern Sie, bspw. indem Sie die Situation bewerten oder eine eigene Geschichte erzählen.

Small-Talk-Regeln:

Spiegeln Sie ihren Gesprächspartner!

Frage an den Gast:

"Wie war Ihr Flug?"

Antwort des Gastes:

"Der Flug war 1 Stunde verspätet?"

Frage/Antwort an den Gast: 

"Ach, Sie hatten 1 Stunde Verspätung?"
(Wiederholung des Gesagten in Frageform)

"Das war sicher anstrengend, oder?"
(Mitgefühl ausdrücken, sich in die Lage des Anderen versetzen und Feedback einfordern "oder?")

Antwort des Gastes:
"Ja, das war wirklich stressig!"

Ende eines gelungenen Wortwechsels und Beginn eines Small-Talk.

Spiegeln steigert die Empathie

Diese Technik nennt sich "Spiegeln" und kann die Kommunikation ganz allgemein und das Verständnis unter Gesprächspartnern sinnvoll steigern. Dem Gesprächspartner wird sprachlich ein Spiegel vorgehalten. Er oder Sie erkennt sich wider und fühlt sich verstanden. Das Gesagte wird sinngemäß oder identisch wiederholt (paraphrasiert). Anschließend wird versucht, das Gefühl des Gesprächspartners zu interpretieren. Wie hat sich mein Gesprächspartner gefühlt? War das Erlebnis interessant, unangenehm, stressig, langweilig und liege ich mit meiner Interpretation richtig? Deswegen endet der Satz mit "oder"? Feedback und das Einfordern von Feedback sind sehr wichtige Aspekte der Kommunikation, denn wir können mit unserer Einschätzung falsch liegen. Durch das Feedback meines Gesprächspartners erfahre ich, wie dieser die Situation tatsächlich gefühlsmäßig erlebt hat (ich werde bestätigt oder widerlegt und kann meine Einschätzung korrigieren).

Das Spiegeln und der entsprechende Kommunikationserfolg kann noch dadurch gesteigert werden, dass die non-verbalen Elemente ebenfalls imitiert (nachgemacht) werden. Beobachten Sie einmal Gesprächssituationen im Alltag oder im Business. Viele Menschen spiegeln ganz automatisch Gestik, Mimik und Körperhaltung von Personen, denen sie sich positiv verbunden fühlen (Beispiel "Flirt"). Sie wollen dem Gegenüber das Gefallen signalisieren und selbst gefallen. Vor allem Mitarbeiter mit Kundenkontakt können die Kommunikation mit dem Kunden verbessern, wenn sie sprachlich und körperlich spiegeln.

Vertrauen Sie Ihrer Neugier - Small Talk lebt vom Interesse am Anderen. Verringern Sie die eigenen Ansprüche an sich selbst - Small-Talk braucht keine anspruchsvollen Themen und auch keine perfekten Formulierungen, um Spaß zu machen. Sie brauchen auch keine Angst davor haben, abgewiesen zu werden. Ihr Gesprächspartner freut sich, wenn sie ihm interessiert zuhören.