Begrüßungsrituale

Auf internationalem Parkett ist "shake hands" die Regel, selbst in asiatischen Ländern. Häufig wird Managern in interkulturellen Trainings vermittelt, sich zu verbeugen, etwa für Japan, China oder Indien.

Dabei wird übersehen, dass auch die asiatischen Geschäftsleute inzwischen Globetrotter sind und sich daher mit unseren Ritualen der Begrüßung bestens auskennen,  dem "shake hands". Da wird dann auch gern die Verbeugung mit dem Händeschütteln kombiniert. Der Körperabstand kann dabei von Land zu Land deutlich variieren.

Handschlag überall auf der Welt?

Aber Vorsicht: In vielen Länder dieser Welt ist der Händedruck deutlich schwächer. Einem Inder sollten Sie beim Handschlag die Hand nur leicht drücken. Als Mann sollten Sie einer Inderin nicht die Hand reichen, sondern besser auf ihre Initiative warten. Körperkontakt zwischen Frauen und Männern ist nicht überall auf dieser Welt üblich, wozu auch die Begrüßung per Handschlag gehört. Eine leichte Verbeugung und ein "Namaste" genügen als Begrüßung und zeigen Ihren Respekt vor der Kultur ihres Businesspartners.

Je enger die Beziehung, desto inniger die Begrüßung und desto enger der dabei zulässige Körperkontakt. Generell gilt: Kontaktreiche Kulturen pflegen mehr Körperkontakt bei der Begrüßung als kontaktarme Kulturen. Entsprechend ist auch die körperliche Distanz bei der Begrüßung, bspw. in Lateinamerika oder in Südeuropa geringer und geht bis zur Umarmung mit Schulterklopfen oder Wangenküsschen.

 

Japanische Verbeugung

In Japan ist die traditionelle Begrüßung eine Verbeugung. Je nachdem ob Mann oder Frau, kann die Verbeugung unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch die Tiefe der Verbeugung kann mehr oder weniger stark ausfallen. Frauen legen die Hände aufeinander oder fromen mit Zeigefinger und Daumen beider Hände ein Dreieck vor dem Schoß. Männer legen die Hände dagegen locker auf die Oberschenkel oder die Hosennaht, rechts und links vom Körper. Die Tiefe der Verbeugung ist entscheidend vom Respekt abhängig, der dem Gegenüber gebührt. Handelt es sich um eine Person mit hohem sozialen Status, dann ist die Verbeugung tiefer als gegenüber Personen, die den gleichen gesellschaftlichen Rang oder berufliche Position inne haben. Der Winkel beträgt üblicherweise 45°. Der Blick geht bei der Verbeugung stets zum Boden, nie zum Gesprächspartner. Anders als in Deutschland ist die japanische Begrüßung traditionell nicht mit Körperkontakt und mit Blickkontakt zwischen den Personen verbunden.

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